10.10.2014

Fahrt nach Kpalimé und Willkommen von Messan Tag 2

Ein langer Tag bricht um 6 Uhr an, um genau zu sein hat mein Wecker schon um 5 Uhr geklingelt. Noch kurz unter die kalte Dusche gesprungen und dann kam auch schon Jacob, um mich abzuholen. Das Auto musste noch voll getankt werden und ein Ticket für die „Maut“ gekauft werden. Zum Frühstück gabs Café au Lait. Der ist hier aber anders als in Deutschland. Es gibt nämlich keine Milch und kein Kaffeepulver… Sondern Milchkonzentrat und Instantkaffeepulver, mit heißem Wasser wird das ganze sogar ganz lecker…

Auf dem Weg nach Kpalimé haben wir uns über Voodoo und die anstehenden Wahlen unterhalten. Soweit ich das auf Französisch richtig verstanden habe, meinte Jacob Voodoo sei schlecht nur Gott sei gut und jede Religion bete denselben Gott an. Ganz interessant.

Nach ungefähr zwei Stunden gemütlicher Fahrt, denn die Straße ist echt gut ausgebaut hat sich die Erde angefangen zu heben; Berge. Noch ein kurzes Stück und wir biegen in den Eingang des Ausbildungszentrums ein.

Messan hat mich schon erwartet und mich sehr nett willkommen geheißen. Wir sind dann zusammen zu meinem Zimmer gefahren, wo ich meine Koffer ablegen konnte. Einfach ein ca. 15 m² großer Raum, aber im schönen Blau gestrichen und mit Bett und Schreibtisch.

Dann gings weiter zur Bank, denn ich hatte ja gar keine CFA(Währung hier). Für 1€ bekommt man hier 655 CFA. Dann noch zum Togocell Laden und mir eine Sim-Karte besorgt, nun habe ich also auch eine eigene Nummer! Zurück im Zentrum haben uns noch zwei Deutsche besucht, einer hat auch mal im Projekt gearbeitet und sie sind jetzt nur zu Besuch in Kpalimé. Wir haben alle nett zusammen gesessen, uns unterhalten und gegessen. Nachdem sie gegangen sind, saß ich noch mit Messan und der zweiten Freiwilligen die auch bei AGERTO arbeiten wird zusammen im Büro. Sie heißt Tjada und kommt auch aus Berlin… Und wie wir feststellen mussten, kennen wir zwei Menschen gemeinsam aus Berlin. So ein Dorf haha.

Natürlich wurde mir auch das Projektgelände vorgestellt. Dazu möchte ich aber einen extra Beitrag schreiben mit Bildern und Erläuterungen, es ist nämlich ganz schön viel Los hier… Das hat mich echt beeindruckt. Was ich schon sagen kann, es gibt ca. 100 Menschen die insgesamt auf dem Gelände arbeiten.

Nachmittags hat es angefangen in Strömen zu regnen. Messan hat mich auf dem Moto(rad) nochmals zur Bank gefahren, sodass ich ein wenig Geld und vor allem kleines Geld habe; 100 CFA(ca. 15 ct) ist mit das wichtigste Geldstück. Noch einen Regenschirm gekauft und auf dem Moto mit dem Regenschirm gefahren. Sehr ungewöhnlich für Togo, aber Messan meinte wir setzten eine neue Mode in die Welt.

Abends habe ich dann mit meiner Gastmutter, Angèle Abendbrot gegessen. Denn ich werde hier drei Mal am Tag bekocht. Sie hat einen Sohn, Enoch der ist 15 Jahre alt und ein ganz schlaues Kerlchen. Ich werde Sie euch auch noch genauer Vorstellen.

Soweit erstmal. Ich habe noch viel zu erzählen, denn nun sind ja schon 14 Tage hier in Togo vergangen.


Bis demnächst Sebastian.   

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