Ein langer Tag bricht um 6 Uhr an, um genau zu sein hat mein
Wecker schon um 5 Uhr geklingelt. Noch kurz unter die kalte Dusche gesprungen
und dann kam auch schon Jacob, um mich abzuholen. Das Auto musste noch voll
getankt werden und ein Ticket für die „Maut“ gekauft werden. Zum Frühstück gabs
Café au Lait. Der ist hier aber anders als in Deutschland. Es gibt nämlich
keine Milch und kein Kaffeepulver… Sondern Milchkonzentrat und
Instantkaffeepulver, mit heißem Wasser wird das ganze sogar ganz lecker…
Auf dem Weg nach Kpalimé haben wir uns über Voodoo und die
anstehenden Wahlen unterhalten. Soweit ich das auf Französisch richtig
verstanden habe, meinte Jacob Voodoo sei schlecht nur Gott sei gut und jede
Religion bete denselben Gott an. Ganz interessant.
Nach ungefähr zwei Stunden gemütlicher Fahrt, denn die
Straße ist echt gut ausgebaut hat sich die Erde angefangen zu heben; Berge.
Noch ein kurzes Stück und wir biegen in den Eingang des Ausbildungszentrums
ein.
Messan hat mich schon erwartet und mich sehr nett willkommen
geheißen. Wir sind dann zusammen zu meinem Zimmer gefahren, wo ich meine Koffer
ablegen konnte. Einfach ein ca. 15 m² großer Raum, aber im schönen Blau
gestrichen und mit Bett und Schreibtisch.
Dann gings weiter zur Bank, denn ich hatte ja gar keine
CFA(Währung hier). Für 1€ bekommt man hier 655 CFA. Dann noch zum Togocell
Laden und mir eine Sim-Karte besorgt, nun habe ich also auch eine eigene
Nummer! Zurück im Zentrum haben uns noch zwei Deutsche besucht, einer hat auch
mal im Projekt gearbeitet und sie sind jetzt nur zu Besuch in Kpalimé. Wir
haben alle nett zusammen gesessen, uns unterhalten und gegessen. Nachdem sie
gegangen sind, saß ich noch mit Messan und der zweiten Freiwilligen die auch
bei AGERTO arbeiten wird zusammen im Büro. Sie heißt Tjada und kommt auch aus
Berlin… Und wie wir feststellen mussten, kennen wir zwei Menschen gemeinsam aus
Berlin. So ein Dorf haha.
Natürlich wurde mir auch das Projektgelände vorgestellt.
Dazu möchte ich aber einen extra Beitrag schreiben mit Bildern und
Erläuterungen, es ist nämlich ganz schön viel Los hier… Das hat mich echt
beeindruckt. Was ich schon sagen kann, es gibt ca. 100 Menschen die insgesamt
auf dem Gelände arbeiten.
Nachmittags hat es angefangen in Strömen zu regnen. Messan
hat mich auf dem Moto(rad) nochmals zur Bank gefahren, sodass ich ein wenig
Geld und vor allem kleines Geld habe; 100 CFA(ca. 15 ct) ist mit das wichtigste
Geldstück. Noch einen Regenschirm gekauft und auf dem Moto mit dem Regenschirm
gefahren. Sehr ungewöhnlich für Togo, aber Messan meinte wir setzten eine neue
Mode in die Welt.
Abends habe ich dann mit meiner Gastmutter, Angèle Abendbrot
gegessen. Denn ich werde hier drei Mal am Tag bekocht. Sie hat einen Sohn,
Enoch der ist 15 Jahre alt und ein ganz schlaues Kerlchen. Ich werde Sie euch
auch noch genauer Vorstellen.
Soweit erstmal. Ich habe noch viel zu erzählen, denn nun
sind ja schon 14 Tage hier in Togo vergangen.
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