Mein Gastland
Geographie
Landesnatur
Der Kleinstaat Togo erstreckt sich von 56 km Küstenlinie am Atlantischen Ozean (Golf von Benin) als schmaler Gebietsstreifen 550 km nach Norden ins Innere Westafrikas. Es überwiegt flachwelliges Hügelland (bis 150 m ü. M.) und ein von der Chaîne d'Atakora (Mount Agou, 986 m) durchzogenes Sandstein-Plateau (bis 500 m). Das Bergland fällt im Norden zur Oti-Ebene (Ausläufer des Volta-Beckens), im Südosten zum Becken des Mono-Flusses ab. Landschaftlich vorherrschend ist Savanne; es gibt nur kleine Restbestände von Wald.
Klima
In dem tropisch-feuchten Klima fallen Niederschläge im Norden meist zwischen Mai und Oktober, im Süden gibt es zwei Regenphasen zwischen April und Juni sowie von September bis November. Die trockenen Monate sind für Dürre anfällig. Der Jahresniederschlag reicht von 500 mm bis über 1.700 mm. Durchschnittstemperaturen liegen in Lomé bei 27 °C im Januar und bei 25 °C im Juli, Maxima im Süden über 30 °C, im Norden nahe 40 °C. Um die Jahreswende sind Auswirkungen der trockenen Harmattan-Winde aus der Sahara spürbar.
Umwelt
Für 2010 wurden Togo 3,166 Mio. t CO2-Emission aus fossilen Brennstoffen zugerechnet.* Zu den ökologischen Problemen zählen Folgen des globalen Klimawandels (Wetterextreme: Trockenheit; Starkregen/Überschwemmungen), Bodenerosion, Erosion der Küste, Boden-/Wasserverschmutzung sowie Umweltbelastungen der Metropole Lomé (Luft, Wasser, Abwasser, Müll). Die Umweltpolitik ist u. a. darauf gerichtet, Folgen des Klimawandels zu mildern, das Vordringen der Wüste zu verhindern und Müll zu vermindern (u. a. Verbot von Plastiktüten). Togo ist auch Signatarstaat der internat. Konvention zur Bewahrung der Biodiversität.
* US Energy Information Administration
Bevölkerung
Bevölkerungsstatistik
Das jährliche Bev.-Wachstum wurde für 2010-2015 auf 2,04 %, die städtische Bevölkerung für 2011 auf 38,0 % geschätzt.
Vitalstatistik (2010-2015)
Geburtenrate: 31,0
Sterberate: 10,3
Migrationsrate: -0,3 je 1.000 Einw.
Fertilitätsrate: 3,86 Kinder je Frau
Säuglingssterblichkeit: 67,3 (Mädchen 60,9, Jungen 73,6) je 1.000 Lebendgeb.
Kindersterblichkeit: 104 (Mädchen 96, Jungen 113) je 1.000 Lebendgeb.
durchschnittliche Lebenserwartung: 57,8 (Frauen 59,4, Männer 56,2) Jahre
Altersstruktur: 0 bis 14 Jahre: 39,6 %, 15 bis 24 Jahre: 20,8 %, 25 bis 59 Jahre: 34,4 %, über 60 Jahre: 5,2 %
HIV/Aids-Rate(15- bis 49-Jährige; 2009): 3,2 %
Quellen: UN Population Division; UNAIDS
Bevölkerungsbewegung:
2010 lebte eine Togo-„Diaspora“ von etwa 368.700 Personen im Ausland (v. a. Nigeria, Côte d'Ivoire, Benin, Burkina Faso, Niger, Gabun, Frankreich, Deutschland, Italien, USA). Togobeherbergte seinerseits ca. 185.400 ausländische Migranten (v. a. aus Benin, Ghana, Nigeria, Niger, Mali, Frankreich, Libanon, China). Anfang 2012 hielten sich 19.647 ausländische Flüchtlinge in Togo und 20.851 Flüchtlinge aus Togo im Ausland auf (vorw. Benin, Ghana).
Quellen: World Bank; UNHCR
Ethnien:
In Togo leben etwa 45 Völker, die in fünf Großgruppen unterschieden werden: Adja-Ewé (ca. 45 %, im Süden);Kabyè-Tem (30 %, im Norden); Para-Gourma (15 %, im äußersten Norden); Akposso-Akébou (4 %, im Süden); Ana-Ifè (3 %, im Süden). Zahlenmäßig klein, aber gesellschaftlich bedeutend sind „Brasilianer“ (Nachkommen afrikanischstämmiger Zuwanderer aus Brasilien). Auch Fulbeund Haussa bilden wichtige Minderheiten.
Sprachen:
Amts-, Wirtschafts- und Bildungssprache ist Französisch. Weit verbreitet sind die Nationalsprachen Ewé und Kabyè,verwandte Dialekte sowie (im Raum Lomé) Englisch. Ewé zählt zu den Kwa-, Kabyè zu den Gur-Sprachen.
Religion:
Schätzungen zur Religionszugehörigkeit variieren stark. Bis zu 48 % der Bevölkerung sind Christen (Katholiken [Erzbistum Lomé], Protestanten, Mitglieder von Pfingstkirchen u. a.), etwa ein Drittel Anhänger von Vodoo und anderen traditionalen Kulten sowie bis zu 20 % Muslime (meist Sunniten). Togo ist Mitglied der Organization of Islamic Cooperation (OIC).
QUELLE: http://www.munzinger.de
Danke auch an Tjada (tjadaintogo.blogspot.com)


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