20.10.2014

Tag 4 Wasserfall, Deutsche Spuren und langer Marsch


Am Sonntag sind wir noch zu einem Wasserfall gefahren, mit Matthias(Nachbar) und Enoch, dem Sohn von Angèle (Gastmutter). Wir sind mit dem Moto hingefahren und haben dort nach einem kleinen Eintritt eine gewisse Zeit verbracht. Der Wasserfall war echt schön, aber nicht der größte in der Umgebung… Wir haben im Wasser gestanden und Bilder gemacht. Nach der der ausgiebigen Besichtigung haben wir uns wieder angezogen sind den kurzen Weg nach oben gestiegen und dann weiter den Berg hinauf, zu Fuß. Nach einer ganzen Weile erblickten wir ein kleines Haus auf der linken Seite der Straße. Ein kleines Schild verwies auf einen deutschen Friedhof in 500 m. Das wollte ich mir doch nicht entgehen lassen und 500m sind ja wirklich nicht weit… Auf geht’s mit Flip Flops ins Dickicht. Kurz darauf tat sich ein weites Gelände auf mit ein paar verfallenen Gebäuden, wohl von den Deutschen vor 100 Jahren erbaut. Ein weiteres Schild weist auf den 500m entfernten Friedhof hin. Der Weg wird abschüssiger doch Enoch lässt sich nicht abbringen den Weg mit dem Fahrrad zu bestreiten. Über Stock und Stein, der Friedhof wird wieder auf 500 m Entfernung beschildert, also langsam wird mir das rätselhaft, warum wird’s nie kürzer… Naja noch eine kurze Weile und wir sind da. Ein paar Gräber mit deutschen Baumeistern, die vor langer Zeit starben… Und nun fängt es auch noch zu regnen an. Schnell zurück, damit wir Pause machen können. Enoch hatte ganz schön zu kämpfen mit dem Fahrrad, aber gut oben angekommen konnten wir uns bei Weißbrot und Käse unsere verdiente Stärkung zu Gemüte führen und unsere Namen mit Kohle an der Hauswand verewigen.  
Dann traten wir den Rückweg an, doch es für den Berg hinab kein Moto, da fuhr Enoch vor, um uns eins entgegen zu schicken. Und los ging unsere Tour, auf der Straße mit den tausend Schlaglöchern, von Bäumen umrahmt. Wir aßen die Reste der gepflückten roten Beeren, bei denen man den Kern nicht essen sollte, da er sehr bitter ist. Nach ca. 3 Stunden hatten wir die gut 10 Kilometer zurück nach Kpalimé bewältigt und sind noch eine Weile durch die Stadt gestreift bevor wir dann endgültig nach Hause zurück kehrten, wo es dann sogleich Abendbrot gab.







Ein wirklich abenteuerreicher Tag, nachdem ich wohl mit gutem Grund in mein Bett fallen durfte und sogleich in einen tiefen Schlaf, der nur minder von den tanzenden Mäusen unter der Decke gestört wurde fallen durfte, so denn der morgige Tag mein erster Arbeitstag im Projekt sein sollte.

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