Ein
aufregendes
halbes
Jahr
in
Togo,
mit
vielen
neuen
Eindrücken,
Erfahrungen,
Menschen
und
Kultur
geht
zu
Ende
und
ich
Blicke
mit
Freude
auf
diesen
Teil
meines
Lebens
zurück.
Ich
habe
hier
die
Chance
bekommen
Menschen
auf
ihrem
Weg
in
eine
gesicherte
Zukunft
zu
begleiten
und
konnte
meinen
kleinen
Beitrag
leisten,
um
dies
zu
ermöglichen.
Aber
nicht
nur
die
Arbeit
sondern
auch
die
neue
Kultur
hat
mir
viele
neue
Aspekte
des
Lebens
offenbart.
So
zum
Beispiel
das
Wäschewaschen
von
Hand
oder
das
Eimerduschen
aus
dem
Brunnen,
der
fast
tägliche
Stromausfall
oder
das
Handeln
auf
dem
Markt
und
mit
den
Motorradfahrern.
Es
wurde
mir
vor
Augen
geführt,
mit
wie
wenig
die
Menschen
auskommen
müssen,
aber
auch
können;
wie
kreativ
und
trotz
alledem
lebensfroh
Mensch
sein
kann.
Vor
alledem
habe
ich
gemerkt,
wie
wichtig
die
Familie
ist,
um
in
Zeiten
der
Not
zu
unterstützen.
All
dies
vor
dem
Hintergrund
der
eigenen
Integration
bzw.
dem
Versuch
dazu.
Bevor
ich
nach
Togo
gekommen
bin
habe
ich
versucht
alle
Vorurteile
und
Erwartungen
abzubauen.
Trotzdem
war
ich
mir
ein
wenig
unsicher,
inwiefern
ich
überhaupt
von
Nutzen
sein
könnte
und
wie
ich
mit
der
doch
fremden
Sprache
Französisch
zu
Recht
kommen
sollte.
Weiterhin
hatte
ich
die
Vorstellung,
dass
es
immer
extrem
Heiß
sein
und
es
in
der
Regenzeit
wohl
immer
regnen
müsste.
Bei
meiner
Ankunft
in
Lomé
saß
mir
die
Angst
von
Ebola
noch
im
Nacken.
Es
war
dunkel
und
sehr
warm.
Die
Menschen
waren
alle
für
mich
fremd,
schwarz
und
sprachen
eine
unbekannte
Sprache.
Ich
fühlte
mich
allein
und
hatte
keine
Ahnung,
was
ich
in
Togo
machen
könnte.
Dies
sollte
sich
aber
bald
ändern.
Denn
sobald
ich
in
Kpalimé
ankam
und
vom
Präsidenten
AGERTOs
Messan
herzlichst
begrüßt
wurde,
waren
meine
größten
Ängste
schon
verflogen.
Er
war
auch
eine
große
Hilfe,
da
mein
Französisch
wirklich
zu
wünschen
übrig
ließ.
Dann
hatte
ich
auch
noch
eine
andere
Freiwillige
Tjada
an
meiner
Seite,
die
mich
ebenso
mit
ihrem
Französisch
unterstützt
hat.
Auch
meine
Gastfamilie
stellte
sich
als
sehr
freundlich
und
hilfsbereit
heraus.
Zum
Glück
sprachen
sie
auch
teilweise
Englisch,
sodass
ich
bei
großer
Not
trotzdem
verstanden
wurde.
Die
Arbeit
im
Projekt
ging
auch
gleich
sehr
abenteuerlich
los,
denn
in
einem
kleinen
Dorf
in
der
Umgebung
war
AGERTO
dabei
einen
Wasserturm
für
ein
Krankenhaus
zu
bauen.
Dort
haben
wir
Interviews
geführt
und
Berichte
mit
Fotos
für
die
Spender
in
Deutschland
verfasst.
Ich
war
froh,
dass
ich
eine
Aufgabe
zugeteilt
bekommen
hatte.
Später
sollte
ich
auch
mehr
Freiheiten
haben,
und
eigene
Projekte
umsetzen.
Gleich
am
ersten
Wochenende
ging
es
in
die
Hauptstadt
und
dort
zur
Deutschen
Botschaft
anlässlich
des
Tages
der
Wiedervereinigung.
Dort
habe
ich
viele
andere
Freiwillige
getroffen
und
die
anfängliche
Isolation
sollte
sich
bald
auflösen,
denn
in
und
um
Kpalimé
gab
es
um
die
20
Freiwilligen
aus
Deutschland.
In
Kpalimé
hatte
ich
ungefähr
10
Minuten
zu
Fuß
(und
bald
nur
noch
3
Minuten
mit
dem
Fahrrad)
entfernt
ein
eigenes
Zimmer.
Ein
Bett
und
ein
Schreibtisch
standen
schon
darin
und
ich
habe
mir
alles
ein
bisschen
gemütlich
eingerichtet:
kleine
Teppiche,
ein
neues
Lacken,
eine
Verteilersteckdose
und
ein
Mückengitter.
So
ließ
es
sich
Leben,
abends
habe
ich
mit
meiner
Gastmutter
Angèle
und
meinem
kleinen
Gastbruder
Enoch
zu
Abend
gegessen.
Es
gab
meist
Pâte(Maismehlbrei),
Fufu
(Yamsbrei),
Spagetti,
Omlet
o.ä.
sehr
oft
auch
mit
Fisch
jeder
Art.
Auch
in
Deutschland
hatte
schon
nicht
so
gerne
Fisch
gegessen
und
nach
zwei
Monaten,
bat
ich
die
Familie
keinen
Fisch
mehr
für
mich
zu
machen,
was
auch
teilweise
funktioniert
hat,
obwohl
natürlich
Fischsoßen
ohne
Fischstücken
immer
noch
nach
Fisch
schmecken…
Eine
weitere
große
Aufgabe
war
das
Erstellen
von
Quittungen
und
Kostenvoranschlägen
für
Diverse
Partner
und
Käufer.
Mit
der
Zeit
habe
ich
immer
weniger
direkte
Aufgaben
zugeschrieben
bekommen
und
konnte
anfangen
eigene
Ideen
und
Projekte
durchzusetzen.
Anfangs
haben
wir
aktiv
versucht
Spender
für
verschiedene
Projekteideen
zu
finden.
So
z.B.
für
eine
stabile
Internetverbindung,
Software,
Schuldabzahlung
des
eingestürzten
Dachs,
Essen
für
die
Lehrlingen,
Mindestlöhne
u.v.m.
Dies
stellte
sich
aber
als
sehr
ineffizient
dar.
Denn
keine
einzige
Firma,
Privatperson
o.ä.
hat
sich
für
uns
eingesetzt.
Nur
schon
bestehende
Partner,
wie
der
Togo-‐
Hilfe
e.V.
Rheinbach
hat
Projekte
unterstützt.
Im
Garten
haben
Tjada
und
ich
neue
Beete
mit
den
Lehrlingen
angelegt
und
bepflanzt,
die
den
Jugendlichen,
die
dreimal
in
der
Woche
eine
warme
Mahlzeit
im
Zentrum
erhalten,
zur
Selbstversorgung
dienen
soll.
Immer
mittwochs
wird
im
Garten
gearbeitet
und
jeden
Morgen
muss
gegossen
werden.
Dies
zu
organisieren
war
nicht
immer
einfach,
aber
wir
hatten
auch
Unterstützung
von
einigen
Lehrern.
Die
Webseite
war
ein
weiteres
großes
Arbeitsfeld
von
mir.
Diese
war
schon
lange
veraltet
und
sowohl
Design
als
auch
Struktur
und
Inhalt
mussten
komplett
neu
überarbeitet
werden.
Ein
weiterer
großer
Makel
war,
dass
es
keine
einheitliche
Mehrsprachigkeit
für
Deutsch,
Englisch
und
Französisch
gab.
Darum
habe
ich
ein
neues
Konzept
für
die
Webseite
entwickelt
und
dieses
nach
einer
Einarbeitungs-Phase
auch
in
die
Tat
umgesetzt.
Das
Übersetzen
der
Webseite
wird
aber
noch
etwas
Zeit
in
Anspruch
nehmen.
Weiterhin
haben
wir
den
Lehrlingen
Französisch‐
und
Computerunterricht
angeboten.
Ich
habe
mich
aktiv
um
den
Computerkurs
gekümmert.
Es
stellte
sich
als
echte
Herausforderung
dar,
denn
viele
der
Lehrlinge
saßen
noch
nie
vor
einem
Computer.
Auch
die
Disziplin
ließ
anfangs
zu
wünschen
übrig,
denn
mein
Französisch
war
noch
nicht
gut
genug
und
einige
der
Lehrlinge
konnten
selbst
kaum
Französisch.
Ich
habe
mir
deshalb
Hilfe
von
unserem
Computerfachmann
geholt,
der
mit
mir
gemeinsam
die
Lehrlinge
an
Microsoft
Word
und
das
Internet
herangeführt
hat.
Ich
war
erfreut,
wie
schnell
und
wissbegierig
die
jungen
Menschen
das
gezeigte
aufnahmen.
So
z.B.
die
erste
Bildersuche
nach
Kleidung
oder
Möbeln
ließ
einige
Begeisterung
aufkommen.
Schier
unbegrenzte
Inspiration.
Des
Weiteren
habe
ich
angefangen
einen
Stadtplan
für
die
zukünftigen
Freiwilligen
zu
entwerfen
und
mit
den
wichtigsten
Informationen
zu
versehen. Auch
eine
Mappe
mit
Tipps
und
Tricks
für
zukünftige
Freiwillige
soll
den
Einstieg
erleichtern.
| Rechts: Tjada Mitte: Thomas |
Im
Team
haben
wir
ständig
überlegt,
wie
wir
dem
Projekt
noch
weiter
helfen
könnten
und
wollten
eine
Hühnerfarm
bauen,
um
die
Jugendlichen
mit
Nahrung
zu
versorgen
und
da
der
Garten
schon
recht
gut
lief,
habe
wir
dies
kurzerhand
auch
umgesetzt.
Da
es
an
der
Finanzierung
mangelte,
habe
ich
überlegt,
wie
wir
ein
wenig
Unterstützung
bekommen
könnten
und
habe
nach
einiger
Planung
ein
kleines
Video
gedreht,
in
dem
ich
aufgerufen
habe
Hühner
für
Togo
zu
spenden.
100€
war
mein
Ziel,
aber
nach
nur
zwei
Wochen
waren
es
schon
über
500€
an
Spenden.
Das
hat
mich
sehr
gefreut!
Zum
Ende
des
Dienstes
haben
wir
noch
Verstärkung
von
Thomas
Krahl
bekommen,
der
schon
früher
für
1,5
Jahre
Freiwilliger
im
Projekt
war.
Das
war
auch
gut
für
mich,
da
ich
ihm
einige
Aufgaben
übertragen
konnte,
die
ich
auf
Grund
der
kurzen
Zeit
nicht
mehr
ganz
beenden
konnte.
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